Hinter jeder Lebensveränderung steckt eine Geschichte.

Es gibt Menschen, die haben Träume, tun aber aktiv nicht wirklich was, um ihre Träume zu verwirklichen. Dann gibt es Menschen, die haben ebenso Träume, und tun auch was, um immer einen Schritt näher zu kommen. Ich war damals keins von beidem.

Wenn es zur meiner “Physique” kam, lebte ich sehr lange mit der Mentalität, dass sich nie wirklich was ändern wird. Klar wusste ich von klein auf schon, dass Body Building existiert, doch ich glaubte nie wirklich dran. Verständlicherweise war ich zu einer bestimmten Zeit auch einfach viel zu jung und unerfahren. Da ich lange Zeit mit dieser Einstellung lebte, blieb der Gedanke wohl auch eher irgendwo im Hintergrund in meinem Kopf.

Was war oder ist denn mein ursprünglicher Körperbau? Vermuten kann man, dass ich nicht wirklich zufrieden war, aber war es jetzt zu viel Gewicht oder zu wenig? Es war zu wenig. Viel zu wenig!

Bevor ich anfing, auf meine Ernährung (eigentlich nur viel essen) zu achten und körperlich anstrengenden Sport betrieb, wog ich 65kg bei einer Größe von 1,80. Generell geht man ja davon aus, dass das Normalgewicht bei mir bei 80kg liegt, das heißt ich war 15kg unter dem Durchschnittsgewicht. Das sind zwar generelle Angaben und zudem muss ich auch sagen, dass ich nicht viel von dem Body Mass Index (BMI) halte, doch bei 1,80m und 65kg kann man sich gut vorstellen, das ich ein Strich in der Landschaft war. Falls nicht, hier sind alte Bilder von mir.

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So war ich bis ich im Chemie Kurs den Juan traf. Er nannte sich “Juan the Dragon”, weil er total von Drachen fasziniert war. Ein etwas komischer Spitzname, den er sich eigenständig gegeben hat. Dies änderte doch jedoch nichts über die tolle Freundschaft, die sich während der Vorlesung entwickelte. Unsere “typischen” Skill-Sets waren die Gegenteile des anderen. Unsere Interessen meistens die selben. Juan war ein professioneller personal coach und hat dies neben dem Studium in Kinesiology getätigt. Meine Stärke war Chemie, was allerdings Juan’s Schwäche war. Schnell wurde uns klar, dass wir uns gegenseitig bei unseren Zielen unterstützen können. Aus zwei Kommilitonen wurden zwei sehr gute Freunde.

Ich erinnere mich sehr gut daran, als ich ihn frage, wann ich ca. einen Unterschied bemerken würde. Er sagte, ca 6 Wochen. Ich lachte, da ich das als Scherz sah und eher an 12 Monate dachte. Falsch gedacht. Nach ca 6-8 Wochen bemerkte ich den Unterschied. Und zwar nicht nur an Kraft, sondern auch am optischen. Zwar bin ich kein incredible Hulk geworden, doch kleine Veränderung konnte man schon bemerken. Aufrechter Gang (ja, ich laufe manchmal wie Quasimodo aus irgendeinem Grund), leichte Unterarmdefinierung am Muskel, konnte 4 Flaschen, a 3,79L, problemlos tragen statt vorher 2. Ich konnte mein Körpergewicht innerhalb einem jahr von 63,5kg auf 67kg erhöhen. Bei einen schmalen Kerl wie ich, war das ein großer Unterschied.

Seitdem habe ich Body Building stehts weiter gemacht. Zwar mit vielen Pausen dazwischen aber ich habe es nie komplett aufgegeben. Ich habe dadurch sehr viel gelernt. Body Building bzw. trainieren gehen ist nicht einfach nur trainieren gehen. Oder Fit bleiben. Da steckt viel mehr dahinter als nur das optische. Allein den Willen zu haben, jedes mal ins Fitness Studio zu gehen, Gewichte zu heben, zu schwitzen, Zeit investieren. Das erfordert sehr viel Disziplin und Durchhaltevermögen. Und das kontinuierlich. Ich habe daher sehr viel Respekt für Menschen, die aus dem selben Grund ins Fitness Studio gehen: eine Lebensveränderung zu erreichen. Ich weis wie hart es am Anfang ist und um ehrlich zu sein, ich habe mich auch sehr geschämt als dünner, schwacher Kerl ins Fitness Studio zu gehen. Aber mittlerweile kann ich sagen, das es vermutlich niemanden interessiert, ob man über- oder untergewichtig ist. Es muss einem nicht peinlich sein, denn für jeden war der Anfang irgendwann mal schwer. Hat man seine Angst überwunden und geht die ersten paar Male, hat man das schwerste schon mal überwunden und ich muss sagen, selbst das fühlt sich sehr gut an.

Ich kann es daher nur jedem Empfehlen. Ich zumindest fühle mich viel besser nachdem Training. Ich kann dadurch entspannen, auch wenn das absurd klingt, aber ich bekomme dadurch einen klaren Kopf. Ich denke über Stressabbau beim Training muss ich euch nichts mehr dazu schreiben. Also geht ins Fitness Studio, falls ihr es noch nicht tut :).

Ein Gedanke zu „Hinter jeder Lebensveränderung steckt eine Geschichte.

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